
„Aggression als Ressource“
Mit dem A-D-A-Projektteam Thomas Scheskat, Elke Knoblauch und Volker Nietfeld
Eine Veranstaltung des EEH Verein Deutschland e.V.
- für Mitglieder des EEH Verein Deutschland e.V.,
- für weitere im EEH-Feld arbeitende Personen,
- für weitere Interessierte, die im frühen Eltern-Kind-Feld beschäftigt sind.
| Themeneinführung: | 19.11.2027 | 19:00 – 21:00 Uhr | Vereinsmitglieder 0,- € Nichtmitglieder 15,- € |
| Selbsterfahrungsworkshop: | 20.11.2027 | 09:30- 17:00 Uhr | Vereinsmitglieder 100,- € Nichtmitglieder 140,- € |
Ort: Etage Bremen – https://etage-bremen.de/
Anmeldung möglich ab 15.12.2026 auf https://eeh-verein.de
Themeneinführung und Selbsterfahrungsworkshop
Einführung in die Aggressions-Dialog-Arbeit (A-D-A) und ihre Möglichkeiten
im Feld der EEH-Beratung und -Therapie
Aggression begegnet uns in der EEH-Arbeit in ganz unterschiedlichen Formen:
als Wut und Ärger, als heftiger Impuls, als Rückzug oder Abwehr – manchmal offen sichtbar, manchmal eher verdeckt.
Doch wie gehen wir selbst mit aggressiven Impulsen um?
Wo werden wir unsicher oder weichen ihnen aus? Und wie können wir die darin gebundene Kraft so aufnehmen und begleiten, dass daraus etwas Konstruktives für Beziehung und Entwicklung entstehen kann?
In diesem besonderen Themen-Workshop wollen wir uns gemeinsam mit dem Göttinger Körperpsychotherapeuten Thomas Scheskat sowie Elke Knoblauch und Volker Nietfeld vom A-D-A-Projektteam einen Tag lang intensiv und erfahrungsorientiert mit diesen Fragen beschäftigen.
Wenn Aggression zur Ressource wird
Aggression wird häufig vor allem als zerstörerische oder bedrohliche Kraft wahrgenommen. Die körperorientierte Aggressions-Dialog-Arbeit (A-D-A) eröffnet hier eine andere Perspektive: Sie macht die in aggressiven und destruktiven Handlungsmustern gebundene Energie bewusst und erfahrbar. Ziel ist es, diese Kraft der Aggression gewissermaßen zu „entgiften“ und für Kontakt, Abgrenzung, Selbstbehauptung und Beziehung konstruktiv nutzbar zu machen.
Im Workshop lernen wir verschiedene dialogisch-körperorientierte Übungen kennen. In einem sicheren Rahmen können unterschiedliche Formen des aggressiven Selbstausdrucks erlebt, erprobt und gemeinsam reflektiert werden.
Die Übungen ermutigen dazu, auch schwierige und kraftvolle Gefühle in Beziehung zu bringen, anstatt sie aus dem Kontakt herauszuhalten oder destruktiv auszuleben. Dadurch können neue Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Konflikten entstehen. Die dabei gemachten Erfahrungen können überraschend sein: kraftvoll und aufregend, vitalisierend – und durchaus auch mit Freude verbunden.
Was verbindet A-D-A und EEH?
Auf den ersten Blick mögen die Arbeitsweisen der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) und der Aggressions-Dialog-Arbeit recht unterschiedlich erscheinen. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch wichtige Gemeinsamkeiten:
Für einen gelingenden Aggressionsdialog sind innere Verbundenheit, Selbstanbindung und die wechselseitige Regulation der Beteiligten von zentraler Bedeutung. Erst wenn auch in kraftvollen und konflikthaften Situationen der Kontakt zu sich selbst und zum Gegenüber erhalten bleibt, kann aggressive Energie ihre destruktive Qualität verlieren und zu einer Ressource für Beziehung werden.
Genau hier gibt es spannende Berührungspunkte zur EEH: Selbstanbindung und Koregulation bilden in beiden Ansätzen wesentliche Grundlagen dafür, intensive emotionale Zustände halten, regulieren und in Beziehung bringen zu können.
Wir möchten den Thementag deshalb auch als Raum für einen lebendigen fachlichen Austausch nutzen: Was kann die EEH von der Aggressions-Dialog-Arbeit lernen? Und welche Erfahrungen und Prinzipien aus der EEH können den Blick auf den Umgang mit Aggression bereichern?
Einführung am Vorabend – Praxis am Thementag
Bereits am Vorabend des Thementages stellen Thomas Scheskat, Elke Knoblauch und Volker Nietfeld die Grundidee der Aggressions-Dialog-Arbeit vor. Sie geben Einblick in ihr Verständnis von Aggression als Ressource und erläutern zentrale Prinzipien ihres Ansatzes.
Der folgende Praxistag steht dann ganz im Zeichen der eigenen Erfahrung. In unterschiedlichen dialogisch-körperbasierten Übungssettings werden die Grundprinzipien der A-D-A -Arbeit praktisch erfahrbar und gemeinsam reflektiert.
Wir freuen uns auf einen lebendigen, kraftvollen und experimentierfreudigen Thementag mit euch!
Zur Vorbereitung und Vertiefung
Thomas Scheskat: Aggression als Ressource – Eine verkannte Kraft neu erleben
Psychosozial-Verlag, 2020
Podcast Global Empathy: „Aggression als Ressource“ https://www.podcast.de/episode/695789606/aggression-als-ressource

„Aggression als Ressource“
Mit dem A-D-A-Projektteam Thomas Scheskat, Elke Knoblauch und Volker Nietfeld
Eine Veranstaltung des EEH Verein Deutschland e.V.
- für Mitglieder des EEH Verein Deutschland e.V.,
- für weitere im EEH-Feld arbeitende Personen,
- für weitere Interessierte, die im frühen Eltern-Kind-Feld beschäftigt sind.
Thomas Scheskat: Aggression als Ressource – Eine verkannte Kraft neu erleben
Podcast Global Empathy: „Aggression als Ressource“