Online-Themenabend am 02.12.2026 von 19:00 bis 21:00 Uhr

Veranstaltung des EEH Verein Deutschland e.V.

Emotionelle Erste Hilfe in der klinischen Geburtshilfe

Kaiserschnitt, Bindung und Co-Regulation in der Geburtsbegleitung

mit Nadine Franzmann und Elisabeth Profanter

Geburt ist mehr als ein medizinisches Ereignis – sie ist ein prägender Übergang, der tief in die emotionale und zwischenmenschliche Erfahrung von Familien hineinwirkt.

In dieser Online-Veranstaltung beleuchten wir, welche Möglichkeiten wir haben, das Sicherheitserleben sowie die emotionale und körperliche Abstimmung rund und die Geburt gezielt zu unterstützen.
Wir verbinden praktische Erfahrungen aus der klinischen Geburtshilfe mit Ansätzen der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH).

Es wird aufgezeigt und diskutiert, wie durch gezielte Kommunikation Ressourcen und Belastungen frühzeitig erkannt und in eine individuell angepasste, bindungsorientierte Begleitung übersetzt werden können.

Ein Schwerpunkt dieses Themenabends liegt auf der Begleitung von Sectio-Geburten:
Wie kann trotz Kaiserschnitt ein positives Geburtserlebnis entstehen?
Anhand des bindungsorientierten Kaiserschnitts werden Möglichkeiten vorgestellt, wie die Selbstwirksamkeit der gebärenden Frau gestärkt werden kann und wie es möglich ist, Familien in Verbindung zu begleiten.


Nadine Franzmann

Kaiserschnitt und Bindung – EEH-Begleitung in der Sectio-Geburt“

Seit vielen Jahren liegt die Sectio-Rate konstant hoch bei ca. 30%. In der EEH-Praxis ist der Anteil der Frauen mit Bauchgeburt, die sich selbst stigmatisieren, dafür schämen und abwerten, ebenfalls sehr hoch.
Wenn Frauen die Möglichkeit erhalten, trotz notwendiger oder gewünschter Sectio ein positives Geburtserlebnis zu erfahren, können sie gestärkter und unbelasteter in den Übergang zur Elternschaft starten.
Nadine Franzmann wird uns die Besonderheiten des „Bindungsorientierten Kaiserschnittes“, den sie seit vielen Jahren in der Geburtsklinik in Wiesbaden ausführt, näherbringen und mit uns diskutieren.

Zur Person: Nadine Franzmann arbeitet als Hebamme im Kreißsaal, ist HP-Psych., BKPT und Integrative Babytherapeutin in eigener Praxis in Wiesbaden. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Arbeit mit Familien nach überwältigenden Geburtserfahrungen und die Vorbereitung von Schwangeren auf die Geburt. Diese Erfahrungen bringt sie seit vielen Jahren in ihre Arbeit in der Klinik mit ein.

Elisabeth Profanter

Co-Regulation und Beziehung in der Geburtsbegleitung

Die Geburt eines Kindes ist ein komplexes biopsychosoziales Geschehen, in dem körperliche, emotionale und zwischenmenschliche Prozesse eng miteinander verwoben sind. Ein entscheidender Faktor für einen positiven Geburtsverlauf ist das „subjektive Sicherheitserleben aller Beteiligten“.
Elisabeth Profanter zeigt auf, wie gezielte Kommunikationsmethoden geburtshilfliche Teams dabei unterstützen, Ressourcen und Belastungen im Familiensystem frühzeitig zu erkennen. Darauf aufbauend wird vermittelt, wie Begleitungen individuell angepasst und körper- sowie bindungsorientierte Interventionen gezielt zum Wohl der Familie eingesetzt werden können.
Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit emotional herausfordernden Situationen zu gewinnen, die eigene professionelle Haltung zu reflektieren und Handlungsmöglichkeiten im Alltag zu erweitern. Praxisnahe Impulse ergänzen die theoretischen Inhalte.

Zur Person: 
Elisabeth Profanter ist Hebamme mit langjähriger Tätigkeit im klinischen Bereich. Als externe Lehrbeauftragte im Bachelorstudium der Hebammen verbindet sie praxisnahe Expertise mit wissenschaftlicher Fundierung (MSc in Salutophysiologie für Hebammen). Sie arbeite als betriebliche Referentin der EEH in einem Gesundheitsbetrieb in Südtirol. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Empowerment von Familien und Fachpersonen, mit einem besonderen Fokus auf Ressourcenstärkung, Bindung und Selbstwirksamkeit.

Moderation: Anja Juilfs

Anja Juilfs ist Kinderkrankenschwester sowie zertifizierte EEH- und BKPT-Therapeutin mit Ausbildung in Integrativer Babytherapie (IBT).
Sie begleitet Eltern, Säuglinge und Kleinkinder bindungs- und traumaorientiert nach belastenden Geburtserfahrungen und verfügt über langjährige Erfahrung in Neonatologie, Gynäkologie und Gruppenleitung.



Für wen ist dieser Themenabend angedacht?

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus der Geburtsbegleitung sowie alle, die Familien rund um die Geburt unterstützen.
Auch ist er offen für alle, die sich für eine Begleitung mit Emotionelle Erste Hilfe interessieren oder mehr über die EEH erfahren möchten.

Wir laden Sie herzlich ein, neue Perspektiven zu gewinnen und Freude am Austausch mit Kolleg*innen zu haben.


Jetzt anmelden

Anmeldung

Teilnahmegebühr 25,- € für Nichtmitglieder des EEH Verein Deutschland e.V. 
Link zur Anmeldung der Online Veranstaltung am 02.12.2026


Sie erhalten zeitnah eine Bestätigung zur Teilnahme per E-mail, in der alles wichtige für den Themenabend aufgeführt ist.

Kostenfrei für Mitglieder des EEH Verein Deutschland e.V.. 
Als Mitglied kannst du dich über dein Webling-Portal anmelden: https://eehvd25.webling.eu/portal#/

Hier hast du die Möglichkeit dich jederzeit selbst an- oder abmelden und den aktuellen Stand abrufen.


Die Teilnahme an der Veranstaltung wird mit 2 Einheiten für die Rezertifizierung der Phasen I – III anerkannt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte die Kontaktstelle .

Buchveröffentlichung von Thomas Harms

„Verkörperte Bindung – Was Psychotherapeut*innen von Eltern und Babys lernen können“

Am 24.06.2026 erschien Thomas Harms neues Buch: „Verkörperte Bindung“ – Was Psychotherapeut*innen von Eltern und Babys lernen können. Hierzu hielt er am 01.07.26 einen Vortrag, in dem er in die Grundlagen und Philosophie der bindungsorientierten Körperpsychotherapie (BKPT) einführte.

Er erzählte darüber, wie jahrelange Beobachtungen in seiner therapeutischen Arbeit mit Eltern und hoch belasteten Säuglingen dazu führten, eine neue Perspektive in der körperpsychotherapeutischen Begleitung früher Traumatisierungen und Bindungsverletzungen zu entwickeln.

Video zur Buchveröffentlichung:

Dr. Dirk Beckedorf im Gespräch mit Thomas Harms anlässlich der Veröffentlichung dessen Buchs „Verkörperte Bindung“.

EEH präsentiert sich auf der GNBP in Mannheim

Auf der 52. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) in Mannheim war der EEH Verein Deutschland e.V. mit einem Messestand vertreten. Dort stellte der Verein die Emotionelle Erste Hilfe (EEH) und ihre Möglichkeiten zur Begleitung von Familien im klinischen Umfeld vor.

Viele interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den Messestand zu besuchen, Fragen zu stellen und mit den Vertreterinnen des Vereins ins Gespräch zu kommen. Dabei entstanden zahlreiche anregende Begegnungen und ein wertvoller Austausch. Die Vereinsvertreterinnen berichteten aus ihren langjährigen Erfahrungen im klinischen Setting und vermittelten, wie die Emotionelle Erste Hilfe Eltern, Säuglinge und Fachkräfte in herausfordernden Situationen unterstützen kann.

Ein besonderes Highlight war der Workshop von Heike Brosch, Angelika Wennemar und Anja Juilfs. Mit vielen anschaulichen Beispielen gaben die Referentinnen einen Einblick in das Projekt „EEH in der Klinik“ und zeigten, wie die Emotionelle Erste Hilfe bereits in verschiedenen Kliniken gelebt und in den Arbeitsalltag integriert wird.

Der Workshop stieß auf großes Interesse. Die offenen Gespräche, die zahlreichen Fragen und der lebendige Austausch machten deutlich, wie groß das Interesse an einer bindungs- und beziehungsorientierten Begleitung von Familien im klinischen Bereich ist.

Wir freuen uns über die vielen inspirierenden Begegnungen und bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie den Organisatorinnen und Organisatoren der Tagung für diese gelungene Möglichkeit, die Emotionelle Erste Hilfe einem interessierten Fachpublikum näherzubringen.

Weiterer Hinweis:

Zum Thema „EEH in der Klinik“ veranstaltet der EEH Verein Deutschland e.V. am 02.12.2026 von 19:00 bis 21:00 Uhr ein Online-Themenabend, der für alle interessierten Personen offen ist.
Genauere Informationen sind unter AKTUELLES – Online-Themenabend auf dieser Website einsehbar. Dort ist auch die Anmeldung zu dieser Veranstaltung möglich.

EEH Verein Deutschland e.V. feiert 100. Vereinsmitgliedschaft

„Viele Ideen brauchen viele Hände – gemeinsam für die Zukunft unseres Vereins.“

Im Mai 2026 durften wir die 100. Vereinsmitgliedschaft feiern – darüber freuen wir uns sehr!
Wir heißen euch alle von Herzen willkommen in unserer Gemeinschaft!

Mit eurer Kraft, eurer Präsenz und eurem Engagement bereichern alle zusammen unsere Gemeinschaft und tragen die Vision der Emotionellen Ersten Hilfe weiter in die Welt!

100. Mitglied im EEH Verein Deutschland e.V.!

Susan Herbert-Spengemann und Thomas Harms vor dem neu entwickelten Roll-Up-Ständer des EEH Verein Deutschland e.V.
Thomas Harms überreichte Susan Herbert-Spengemann ein besonderes Geschenk: das neu erschienene Buch von Notburga Egerbacher-Anker: „Postpartale Depression und andere Krisen vor und nach der Geburt – Familien mit Emotioneller Erster Hilfe sicher begleiten“.

Einblicke in die Arbeit und Entwicklung unseres Vereins im Jahr 2025/2026

Die in der Jahreshauptversammlung vorgestellten Ergebnisse unserer Vereinsarbeit greifen die Anliegen auf, die im offenen Arbeitstreffen im Oktober 2025 gemeinsam von der Arbeitsgruppe und dem Vorstand entwickelt wurden. Im Mittelpunkt stand der Wunsch, die Emotionelle Erste Hilfe (EEH) für Eltern-Kind-begleitende Fachpersonen noch sichtbarer zu machen – insbesondere für Fachärztinnen, Geburtskliniken, die Neonatologie, die Frühen Hilfen sowie weitere wichtige Netzerkpartnerinnen.

Aus diesem Impuls heraus wird sich der EEH Verein Deutschland e.V. künftig noch stärker in der Fachöffentlichkeit präsentieren – beispielsweise auf Kongressen, Fachmessen und weiteren Fachveranstaltungen. Ziel ist es, die Haltung und Arbeitsweise der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) bekannter zu machen, neue Kooperationen anzustoßen und bestehende Netzwerke zu stärken.

In enger Zusammenarbeit mit EEH Europa wurden dafür neue Präsentationsmaterialien entwickelt: ein Roll-up sowie eine Fachinformationsmappe für Eltern-Kind-begleitende Fachpersonen.
Diese unterstützen unsere Mitglieder dabei, die Emotionelle Erste Hilfe, ihre eigene fachliche Arbeit und ihre Praxis professionell und ansprechend vorzustellen.

Das Roll-up kann künftig von Vereinsmitgliedern für Präsentationen und Informationsveranstaltungen ausgeliehen und genutzt werden. Auch die Fachinformationsmappe wird über den Verein erhältlich sein.

Bei Interesse freuen wir uns über eure Kontaktaufnahme über unser Kontaktformular. Gerne stellen wir euch die Präsentationsmaterialien zur Verfügung!

Offene Vorstands-Treffen ca. 2x/Jahr

Im Miteinander den Verein gestalten

Ca. 2x im Jahr planen wir ein Vorstandstreffen mit unseren Vereinsmitgliedern – in präsenz.

Mit dieser Form der Treffen – inclusive gemütlicher Mittagspause für lockeren Austausch in entspannter Atmosphäre – möchten wir einen Weg finden, der für uns alle – und so auch für den Verein – gewinnbringend ist.

Ihr erhaltet Einblicke in aktuelle Themen und Entwicklungen des Vereines – doch viel mehr noch geht es uns darum, gemeinsam mit euch zu arbeiten, Ideen auszutauschen und den Verein im Miteinander weiterzuentwickeln.
Wir freuen uns sehr, wenn sich Einzelne dazu berufen fühlen, sich aktiv einzubringen – möglich ist auch, sich „nur“ punktuell, in einem bestimmten Projekt oder Themenfeld, einzubringen.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit und ein fröhliches Miteinander!

Vorstands-Treffen

in Präsenz

Gesamt 6h, incl. Mittagspause

Für wen? Für alle Vereinsmitglieder
des EEH Verein Deutschland e.V. 

Wann? Termin wird noch bekannt gegeben.

Uhrzeit? von 10:00 bis 16:00 Uhr
(incl. Mittagspause)

Wo? Im Zepp, Bremen

Anmeldung via E-Mail an: verwaltung@eeh-verein.de