Vortragsreihe

„Alles heile Welt, oder was?“

Familie krisenfest und zukunftsfähig auf der Basis von Bindung

Nach dem großen Erfolg unseres 1. Fachtages 2019 in Würzburg bieten wir in diesem Jahr die EEH Deutschland e.V. Themenreihe 2021 als Onlineveranstaltung an.

Diese Vortragsreihe richtet sich an EEH Fachpersonen, Fachpersonen aus dem pädagogischen und dem Gesundheitsbereich, sowie an Familien und Interessierte.

In diesem Jahr wenden wir uns thematisch der Familie zu. Wir werfen einen genaueren Blick darauf, was eine krisenfeste und gleichzeitig zukunftsfähige Familie ausmacht. Das System Familie wird auf Basis der Bindungsorientierung aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen beleuchtet.

Damit sich die Vorträge in dieser außergewöhnlichen Zeit in den herausfordernden Alltag integrieren lassen, haben wir uns dazu entschieden, die Vortragsreihe auf das Jahr zu aufzuteilen. Zu vier festen Einzelterminen können die Teilnehmer für ca. 2 Stunden in den jeweiligen Vortrag eintauchen und mit den Referenten in den direkten Dialog treten.

Folgende Vorträge sind geplant:

Freitag, 19.03.2021

 19:00 bis 21:00 Uhr

Wie tiefe Vertrautheit in Partnerschaften gelingt

Mut zur Liebe – Den verletzten inneren Kindern eine Stimme geben

Barbara Röser

Paar- und Sexualtherapeutin mit eigener paartherapeutischer Praxis in Wiesbaden.

Donnerstag, 03.06.2021

19:00 bis 20.30 Uhr

Eltern der Zukunft

Thomas Harms

Dipl.-Psychologe und Körperpsychotherapeut aus Bremen und Begründer der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH)

Mittwoch, 15.09.2021

 19:00 bis 21:00 Uhr

„Gute Eltern sein! – Aber wie geht das eigentlich?

Markus Bach

Dipl. Pädagoge,
Systemischer Supervisor und Coach
Systemischer Berater und Familientherapeut (DGSF)
Lehrender für systemische Beratung und Therapie (DGSF)
Lehrender für Marte Meo (lic. Supervisor bei AARTS)
Leiter des Marte Meo Instituts für Entwicklung und Interaktion

Mittwoch, 15.12.2021

19:00 bis 20.30 Uhr

Leerläufe und Rückschritte in der Familie – Hoffnungslosigkeit aushalten

Details werden in Kürze bekannt gegeben

Gabriela Selva

EEH Therapeutin aus der Schweiz

Die Vorträge sind einzeln oder als Komplettpaket buchbar.

Preis:

Komplettpaket 65 Euro für Vereinsmitglieder, 80 Euro für Nichtmitglieder.

Einzelvortrag 20 Euro für Vereinsmitglieder, 25 Euro für Nichtmitglieder.

Überweisen Sie bitte die Tagungsgebühr auf unser Konto

Deutsche Skatbank
IBAN          DE11830654080004088689

Nach erfolgtem Zahlungseingang erhalten Sie eine Bestätigung mit dem Zugangslink an die bei der Buchung angegebenen Emailadresse.

Alle Vorträge werden aufgezeichnet, um sie ggf. zu veröffentlichen.. Wer nicht möchte, dass sein Bild veröffentlicht wird, muss seine Kamera ausschalten . Bei der Anmeldung in Zoom kann ein Pseudonym verwendet werden, der dann im Video angezeigt wird.

Rückfragen können an bianca.druege@eeh-verein.de gerichtet werden.

 

Leider hat der Fehlerteufel zugeschlagen und die letzten Anmeldungen sind nicht nicht an uns weitergeleitet worden. Wir bitten Sie daher, sich nochmals anzumelden mit einer E-Mail an 

bianca.druege@eeh-verein.de und

sabine.heil@eeh-verein.de

Vielen Dank 

 

 

 

 

 

 

Details zu den Vorträgen

Wie tiefe Vertrautheit in Partnerschaften gelingt

Mut zur Liebe – Den verletzten inneren Kindern eine Stimme geben

Nach wie vor werden laut Statistischem Bundesamt jährlich ein Drittel aller Ehen geschieden. Was diese nüchterne Zahl nicht wiedergibt ist, wie das Fundament einer gelingenden Liebesbeziehung geschaffen werden kann und welche Not und welches Leid sich hinter Trennungen oder in zum Stillstand gekommenen Partnerschaften bis hinein in den Familienkontext verbergen. Paararbeit und Paartherapie hat in Deutschland sehr zugenommen. Paare holen sich Hilfe und Unterstützung, um krisenhafte Partnerschaften zu retten, Fehler aus vergangenen Partnerschaften nicht zu wiederholen oder um, das betrifft insbesondere junge Paare, die Fehler ihrer Eltern nicht zu wiederholen.

Das Fundament einer Liebesbeziehung können wir stärken, wenn wir die Intimität im partnerschaftlichen Austausch verbessern. Das verlangt Mut – denn die durch frühe Liebesdefizite verletzten inneren Kinder beeinflussen das erwachsene partnerschaftliche Liebesgeschehen in hohem Maße.

Mit unserem Vortrag wollen wir verständlich machen, wie Paare diesen verletzten inneren Kindern eine Stimme geben, welche Kraft und Heilungschance damit verbunden ist und wie dadurch Liebe, Intimität und Vertrautheit in der Partnerschaft wachsen und gefestigt werden kann.

Barbara Röser ist Paar- und Sexualtherapeutin mit eigener paartherapeutischer Praxis in Wiesbaden. Ausgebildet als Sozialpädagogin und im paartherapeutischen Verfahren der Paarsynthese arbeitet sie seit über 25 Jahren mit Paaren in ihrer Praxis, aber auch in Seminaren und in der Fort- und Weiterbildung für Paartherapeuten. Sie ist Lehrtherapeutin für Integrative Paartherapie und Paarsynthese sowie zusammen mit ihrem Ehemann in der Weiterbildungsleitung der Deutschen Gesellschaft für Integrative Paartherapie und Paarsynthese. Zudem zahlreiche Vorträge, Veröffentlichungen und Buchautorin.

http://www.paartherapie-wiesbaden-roeser.de/

Udo Röser ist Sucht-, Paar- und Sexualtherapeut und hauptberuflich therapeutischer Leiter einer Reha-Fachklinik zur Behandlung von Suchterkrankungen. Studien der Sozialpädagogik, Soziologie, Geschichte und Philosophie. Ausgebildet im psychotherapeutischen Verfahren der Gestalttherapie und im paartherapeutischen Verfahren der Paarsynthese, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut, Lehrtherapeut für Integrative Gestalttherapie und Integrative Paartherapie und Paarsynthese. Zudem zahlreiche Vorträge, Veröffentlichungen und Buchautor.

 

Eltern der Zukunft

In den letzten Jahrzehnten gibt es eine Fülle von wissenschaftlichen Nachweisen für die zentrale Bedeutung der elterlichen Beziehungsqualität, um die  psychische und körperliche Gesundheit unserer heranwachsenden Säuglinge und (Klein-) Kinder zu gewährleisten.

Was braucht es, um in einer postmodernen Welt – mit all ihren Möglichkeiten und ihrer Entscheidungsvielfalt als  werdende Mutter und junger Vater einen stimmigen Weg im Zusammensein mit dem eigenen Kind zu finden?

Was müssten angehende Eltern heute lernen, um den zentralen Grundbedürfnissen nach Autonomie und Bindung ihrer (Klein-)Kinder gerecht zu werden zu können?

Braucht es überhaupt eine „Elternschulung“, in der die zukünftigen Kindesbegleiter etwas über Emotionsregulation, Berührungskunst oder Selbstfürsorge in der Elternschaft lernen?

Der Psychologe, Körperpsycho- und Babytherapeut Thomas Harms wird in seinem Vortrag die Ansicht vertreten, dass herausfordernde und hochkomplexe Tätigkeit als Eltern eine systematische  Vorbereitung und Anleitung benötigt. Diese Schulung der Eltern muss mehr sein, als reine Vermittlung von theoretischem Eltern-Know-How. Vielmehr muss es im Rahmen dieser bindungsbasierten Elternschulungen für die Eltern der Zukunft um die Vermittlung einer tiefer reichenden Körper- und Beziehungsintelligenz gehen.

In dem Vortrag wird Thomas Harms zeigen, wie wir angehende Mütter und Väter mit den Konzepten der EEH darauf vorbereiten können, um in den „heißen“ Emotionen, Konflikten und Herausforderungen im täglichen Miteinander standhalten zu können und hinreichend authentische  Eltern der Zukunft sein zu können.

 

Thomas Harms ist Dipl. Psychologe, Körperpsycho- und Babytherapeut. Er ist seit über 25 Jahren in der Frühprävention, Krisenintervention und Körperpsychotherapie mit Erwachsenen, Säuglingen und Kleinkindern tätig. In Bremen leitet er das Zentrum für Primäre Prävention und Körperpsychotherapie (ZePP). Thomas Harms ist außerdem Begründer der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH).

http://thomasharms.org/

„Gute Eltern sein! – Aber wie geht das eigentlich?“

Anhand der Analyse kurzer Videoaufnahmen aus familiären Alltagssituationen wird erkennbar, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen und was „gute Eltern“ – meist intuitiv – tun, um die Kinder darin zu unterstützen. Wie geht das eigentlich genau – eine gute Bindung zum Kind aufbauen? Wie entwickeln sich Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen, die Sprache und wie werden diese Aspekte im Alltag von Vater und Mutter unterstützt. Oft sind es kleine unbewusste Verhaltensweisen, die große Wirkung entfalten. Freuen Sie sich auf eine kleine Entdeckungsreise, Bekanntes mit neuen Augen zu betrachten.

Markus Bach

Dipl. Pädagoge
Systemischer Supervisor und Coach
Systemischer Berater und Familientherapeut (DGSF)
Lehrender für systemische Beratung und Therapie (DGSF)
Lehrender für Marte Meo (lic. Supervisor bei AARTS)
Leiter des Marte Meo Instituts für Entwicklung und Interaktion

http://www.martemeoinstitut.de/